Übersömmerung Suhlsee
Unser Projekt:
Das Naturschutzgebiet "Rhäden" und mit ihm der Suhlsee stellt in weiter Umgebung das wichtigste Brut- und Rastgebiet für viele klimasensible, an Wasser- und Feuchtlebensräume gebundene Vogelarten dar. Seine Entstehung in einer flachen Subrosionssenke bedingt einen relativ flachen Wasserkörper, der auf Grund von Nährstoffeinträgen bei zunehmenden Temperaturen schneller zu kippen droht. Hierdurch waren vor allem viele gefährdete Pflanzen-, Fisch- und Vogelarten stark beeinträchtigt. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurde in 2018 bis knapp unter die Wasseroberfläche ein Damm gezogen. Dieser teilt den See ab niedrigen Wasserständen in zwei Hälften und ermöglicht, beide Hälften unabhängig voneinander trocken fallen zu lassen. Dabei kann mit den Wasserständen eine heute weitgehend fehlende Wasserstandsdynamik nachgeahmt werden. Schon durch leichte Veränderungen beim Anstauen oder Ablassen können großflächig Schlammfluren und feuchte bis nasse Bereiche als Rastflächen für Zugvögel, aber ebenfalls als Nahrungsflächen für Bekassine, Kiebitz und weitere Limikolenarten hergestellt werden. Nach Trockenlegung wächst auf dem nährstoffreichen Boden schnell eine dichte Pflanzendecke auf. Diese wird anschließend maschinell abgemäht und von der Fläche entfernt, um Nährstoffe aus dem System zu ziehen. Dann wird die Fläche nach und nach wieder geflutet. Diese sogenannte Übersömmerung trägt zu einer deutlichen Stabilisierung des Gewässersystems bei. Unzählige Tier- und Pflanzenarten profitieren bereits von der erfolgreichen Umsetzung. (Foto ©RP Kassel)
Unsere Partner:
Forstamt Rotenburg, Planungsbüro Wacker, Obere Wasserbehörde
Status
abgeschlossen
Zuständigkeit
RP Kassel